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Auf dieser Seite habe ich meine Meinung zu ausgewählten Stichworten ganz kurz dargestellt.
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Linkspartei - PDS (jetzt Die Linke): Die Partei des Demokratischen Sozialismus suchte verzweifelt nach einem Weg aus der Vergangenheit ihrer Mitglieder. Doch alle Versuche im Labyrinth der Vergangenheitsbewältigung den goldenen Pfad des “sozialistischen Kapitalismus” zu finden, führen die Genossen doch immer wieder vor die Tür mit der Aufschrift “DDR”. Da hilft auch kein neuer Name etwas und auch keine Westausweitung mittels
Oskar Lafontaine. Selbst die Feindbilder sind die selben geblieben. SPD: Es ist für die Grünen
auf Bundesebene nicht einfach, auf Gedeih und Verderb an die Sozis gebunden zu sein - aber wenn die SPD sich nicht irgendwann wieder auf ihre Wurzeln besinnt, kann irgendwann damit auch Schluß sein. Das um so mehr, als die Münteferings, Becks oder Gabriels sich immer wieder vor den Unsozial-Karren des Kapitals spannen lassen. Die SPD braucht eine interne Reform nach links, dann verdrängt sie auch die Linke.
CDU/CSU: Wie kann man nur Ordnung meinen und dann so ein Chaos organisieren! Aber was soll aus dem Merkel-Seehofer-Eintopf auch Genießbares
herauszufischen sein? Die CDU braucht gerade nach Stoiber eine Runderneuerung, oder auch zwei. Aber sie bewegt sich doch recht oft nach rechts
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Radikalität: Radikal heißt von der Wurzel her ändern. In unserer
Gesellschaft gibt es hinreichend viele Entwicklungen, die von der Wurzel her stinken und in diesen Fällen sollte man da durchaus radikal sein. Nur die Frage bleibt: Gibt es gewaltfreie Radikalität? DDR: Es ist das Land, in dem ich 40 Jahre gelebt habe und es gibt keinen
Grund, dies nicht mehr wahrhaben zu wollen. Das Modell DDR ist gescheitert, die Lehren aus diesem Scheitern heißen aber nicht “real existierender Kapitalismus”. Die Bundesrepublik braucht auch einen
Richtungswandel.
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Naturschutz: Wir
schützen die Natur vor den Menschen und seinem Tun, aber wir schützen sie auch für die Menschen. Diesen scheinbaren Widerspruch gilt es dadurch aufzulösen, daß alle Menschen mehr oder weniger zu Naturschützern
werden und so natürlich denken lernen. Die Realität unserer Tage ist leider zu oft eine Trennung von Naturschutz- und Konsumgedanken. Die Natur gibt es jedoch nicht zum Schnäppchenpreis.
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Fernsehen: Das Medium Fernsehen
ist aus dem Alltag vieler (auch meinem) nicht mehr wegzudenken. Die Pressefreiheit sollte aber auch im Fernsehen keine Narrenfreiheit sein. Das was sich z.B. RTL (und nicht nur dieser Sender) mit seinen diversen Sub-Sendern leistet, geht meiner Meinung nach erheblich unter die Grenze eines anständigen Journalismus. das mag unterhaltend sein, bildend ist maximal TV mit G. Jauch.
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Gerhard Schröder: Ich habe 1993 mal ein Bier mit ihm und eine paar Kollegen getrunken. Der
Hochmut Schröders im damaligen Gespräch hat mich nicht zum Schröder-Fan gemacht, im Gegenteil. Aber ob nun die Alternative Merkel besser ist? Vom Regen in die Traufe...
Joschka Fischer: Mir imponiert Joschkas Standvermögen und sein enormer
Arbeitswille. Ich stimmte in manchen Ansichten nicht mit ihm überein, aber was sind unsere Differenzen gegen die, die ich mit solchen Leuten wie Westerwelle, Schäuble, Seehofer oder Merkel habe. Fischer’s
Lebensweg ist für mich der Beleg für die Bewahrung der Jugendstreiche in der Seriösität der Jahre jenseits der 50. Und ich denke er wird auch seinen (Un)Ruhestand richtig genießen. Aber es ist so ruhig um ihn
geworden, daß man Sorge hat, es gibt ihn gar nicht mehr.
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Internet:
Das Internet ist das Medium der Zukunft (wenn nicht schon der Gegenwart). Zensur im Web wäre dessen Tod, zumindest dessen Siechtum. Die allgegenwärtigen Spitzeleien der Geheimdienste wirken aber schon jetzt wie eine Zensur. Andererseits kann manchmal ein wenig informative Selbstbeherrschung der Nutzer auch nicht schaden.
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Familie: Früher hielt ich den Begriff für ziemlich
dekadent. Ehe war für mich eine steuerliche Vorteilsgemeinschaft. Aber spätestens mit der Geburt unseres Sohnes begann da ein Wandel. Heute, in der Reife meiner Jahre, ist die Familie für mich die engste
Gemeinschaft, die ich kenne und brauche. Ich erwische mich auch immer mehr dabei, daß die genetischen Beziehungen in meinem Umfeld wesentlich werden.
Heimat:
Das Wort “Heimat” ist zwischenzeitlich wegen der Okkupation durch extrem rechte Politiker in Verruf geraten. Blödsinn diese Resignation. Heimat ist so etwas persönliches, daß auch das Wort keiner politischen Gruppe gehört. Natürlich gehört dann auch eine Auseinandersetzung mit Worten wie “Heimatvertriebene” dazu. Heimat ist immer auch Geschichte. Ich habe z.B. meinen Vater nur zweimal weinen gesehen, und das eine Mal war 43 Jahre nach dem 2. Weltkrieg beim Anblick von Fotos von seinem Heimatort Hartwasser (heute Bukowina in Polen). Vertreibung ist ein wenig wie Folter. Es wird wieder zeit, daß sich alle politischen Bewegungen dieses Begriffs selbstbewußt annehmen - dann ist auch
Nationalbewußtsein kein Schimpfwort mehr.
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