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Nicht mehr ganz so aktuell

30. November 2008: Heute ist wieder mal der 1. Advent. Ich kann mit diesen kirchlichen Feiertagen nur noch wenig anfangen. Aber alle haben mir einen schönen 1. Advent gewünscht, darunter diverse Ungläubige. Warum machen die das nur? Hängt das evtl. damit zusammen, daß alle mit der Vorweihnachtszeit nun auch den Count-down bis zur Wintersonnenwende beginnen? Die meisten Menschen haben inzwischen sicher die Nase von Herbstregen, Wind und Nebel voll. Also denn: Wenn die guten Wünsche zum ersten Advent bedeuten, daß man mir wünscht, daß die Zeit bis zum Frühlingsanfang leicht und schnell vergeht, freue ich mich über diese Glückwünsche. Aber irgendwie ist es doch eine sinnlose Floskel geworden.
Und die ganze angeblich so friedliche Vorweihnachtszeit kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Welt weiter in Unordnung ist. Und dagegen helfen auch keine Gebete und Glaubensbekenntnisse. Es ist ja niemand da, der sie hören kann. Schade nur, daß so viele anstatt ihre eigenen Sinne zu gebrauchen, sich aus Furcht vor ihrer angeblichen Ohnmacht in den Glauben an nicht existente Götter flüchten. Religion war und ist vieler Laster Anfang.
Da halte ich mich schon eher an die Politik. Nicht, daß ich meine, der Weisheit letzten Schluß zu besitzen. Aber da weiß ich wenigstens was für Interessen jeweils hinter einem Akt von Machtmißbrauch oder Legislative stecken. So beabsichtigt das Kabinett in Schwerin mit der Kreisgebiets- und möglicherweise auch einer Funktionalreform auch gleich noch lästige hoheitliche Aufgaben von der Landesebene an die Kreisverwaltungen abzustoßen. Möglichst ohne Finanz- und Personalausgleich. Auch wenn ich dem Minister hinsichtlich seiner Eingriffe in die Entscheidungen der STAUN nicht traue, so wird dann der jeweilige Landrat der oberste Naturschützer - und davor bewahre uns das Verfassungsgericht. Dann soll es lieber so bleiben wie es ist.

18. Oktober 2008: Ich war auf Mallorca und habe Urlaub gemacht. Eigentlich bin ich mit einem Ballerman-Syndrom angereist, aber dann war doch alles anders als erwartet. Das ist wirklich eine liebenswerte Insel mit ausgeglichenen Leuten und viel internationalem Publikum. Trotz der Massen an Touristen bleiben hier weite Zonen der Ruhe und Einsamkeit, zudem eine grandiose Landschaft und einmalige Natur.
Aber auch nach dem Urlaub geht das Leben weiter. Da stehen wir also in der grandiosen Finanzkrise, echt USA-gemacht, aber mit Hilfe der europäischen Köche verschärft. Ich gehe aber mal davon aus, daß mein Geld sicher ist. Es sei denn der Staat geht in eine Pleite. Aber so weit ist es noch nicht, auch wenn die große Koalition einiges dazu tut. Nun hat also Frau Merkel ein Rettungspaket für angeschlagenen Banken im Parlament durchgebracht. Es soll sicher auch psychologisch auf die Bevölkerung beruhigend wirken.
Nur woher nimmt diese Frau das Geld? Das ist doch auch mein Steuergeld, daß sie da anderen verspricht. Diese Regierenden tun so, nachdem man sein Geld ans Finanzamt abgeführt hat, als wenn es nun ihnen gehört und sie damit machen können was sie wollen. Also bezahle ich auch die eigene Sicherheit der Finanzen wieder einmal selbst.
Wieso greift hier eigentlich die Staatsanwaltschaft nicht ein und klagt die Banker, die die Krise zumindest fahrlässig mitgestaltet haben, an. Eingesperrt gehören die. Erfüllt ihr Verhalten nicht den Betrugstatbestand? Oder sind diese Leute nicht zurechnungsfähig? Man, was sind wir für eine Bananenrepublik geworden...

27. August 08: Russland führt wieder Krieg – das Merkwürdige nur: die USA sind der unglaubwürdige Gralshüter des Friedens. Da posieren die beiden sogenannten Großmächte um die Macht und wie so oft ein paar Hundert Menschen gehen dabei drauf. Wir stehen also wieder mal vor (oder schon in) einem Kalten Krieg und scheinbar sind alle irgendwie zur Eigenprofilierung auch noch daran interessiert. Plötzlich wird unsere Abhängigkeit in Energiefragen von Russland zu einer Falle und die große Meinungsfreiheit deutscher Politik steht in der Sackgasse.
Aber das war ja im Umfeld der Olympiade im diktatorischen China auch schon so. Für mich der peinlichste Rückfall in diesem Zusammenhang ist der Auftritt des Herrn Michael Vesper (Ex-Minister NRW und immer noch Grüne). Opportunismus hat jetzt auch eine grüne Schattierung, evtl. eine rot-grüne Untugend. Kaum aber sind die Spiele vorbei, schon redet keiner mehr über Tibet, über Menschenrechtsverletzungen usw. Auch von Guantanamo redet niemand mehr. Trostlose Weltpolitik. Ich möchte mich wieder mehr einmischen.
Aber da wären wir schon im Land. Ringstorff geht, Sellering kommt und wird MP. Man kann aber sicher sein, dass das mit dem MP sein mit der nächsten Wahl vorbei ist. So ein Tiefgang wie ihn die SPD jetzt hat holt man nicht in 3 Jahren raus – wo es ja auch immer noch weiter bergab geht. Aber die CDU ist ja auch kaum besser, halt z.Zt. nur beliebter. Irgendwie fehlt zur Zeit ein Gesellschaftsmodell, das man anstreben oder aufbauen kann. Die Prinzipienlosigkeit der derzeitigen Politik stellt die Politik und die Politiker selbst in Frage.

18. Juli 2008: Daß Lorenz Caffier ein Heilig-Abend-Kind ist, merkt man nicht mehr. Da ist nichts Heiliges nachgeblieben. Nach seiner Berufung zum Innenminister blieb von dem einst so normalen Landtagsabgeordneten nur noch seine eigenen Karikatur übrig. Der, der einst so vehement gegen die unselige Kreisgebietsreform der Rot-Roten ankämpfte, ist nun der Protagonist derselben geworden. Wenn Caffier sich nach der Wende aufgrund seiner Ost-CDU-Mitgliedschaft selbst als Blockflöte bezeichnet, ist nun auch noch ein Wendehals aus ihm geworden.
Diese Gebietsreform ist unnötig wie ein Kropf. Eine Verwaltungsreform brauchen wir, und nicht die Grenzschacherei um die Landkreise. Verwaltungsreform hieße aber Macht von der Landesebene nach unten weitergeben, selbst nur noch Rahmenbedingungen erstellen dürfen und Kontrollaufgaben und ein paar hoheitliche Aufgaben wahrnehmen müssen. Und daran wird es scheitern. Macht geben die im Landtag befindlichen Partei freiwillig niemals her! Also ist das Spiel um die Reformen nichts als der Versuch auf Kosten der Bevölkerung Ausgaben zu sparen. Doch wenn man Personal in der Verwaltung abbaut und zentralisiert, dann bedeutet das weitere Wege, längere Wartezeiten für die Bürger und Überlastung der Beamten. Über die Kreisgebiets- und Verwaltungsreform sollte ein Bürgerentscheid durchgeführt werden - daraus wird aber wohl nichts - vor dem Bürger hat die Regierung um Ringstorff nämlich am meisten Angst. Der Bürger ist unberechenbar.

16. Juni 2008: Der erste Hochsommer ist vorbei, aber es ist immer noch knochentrocken bei uns im Norden. Aber da kann man nichts machen. Das ist halt so. Auch in den Medien hat inzwischen das Sommertheater begonnen. Wer soll BundespräsidentIn werden, und wer kann mit wem was richten. Alles nur Macht-Gesabber. Den Parteichefs ist egal wer da unter ihnen Bundespräsident ist. Hauptsache es ist jemand von den eigenen Leuten. Ich kenne ja dieses Machtgerangel aus einer Bundesversammlung aus eigenem Erleben. Was da in den Wahlpausen noch an gegenseitigen Versprechen und unseriösen Angeboten läuft, wäre für die Bürger schon recht ernüchternd. Brauchen wir also diesen nutzlosen Präsidenten-Posten wirklich? Außer Betriebskosten entsteht im Bundespräsidialamt ja doch nichts.
Und dann wieder dieser hoffnungslos überforderte oder bedauernswerte oder evtl. bösartige Minister Schäuble. Er wirft den Iren vor, daß ein paar Millionen Menschen Europa vorschreiben wollen, was in Sachen EU-Vertrag läuft. Und wertet deren Votum peinlichst ab. Dabei ist es demokratisch legitimiert entstanden. Paßt ihm Demokratie nur, wenn sie im Ergebnis CDU-konform ist? Die Iren haben nicht für Europa entschieden, sondern für Irland. Und dabei waren übrigens auch nahezu alle irischen Parteien für den Vertrag von Lissabon. Genau wie bei uns. Nur wir dürfen nicht entscheiden. Die politischen Eliten (Grüne eingeschlossen) haben Angst vor der direkten Demokratie. Ich wette, daß auch in Deutschland, zumindest in Ost-Deutschland, eine Mehrheit gegen diesen Vertrag stimmen würden. Schon weil sie keiner gefragt hat.

02. Mai 2008: Herrentag, Himmelfahrt und 1. Mai auf einen Tag. Was für ein “Betrug”. Aber eigentlich sind kirchliche Feiertage sowieso unnötig, wenn einem der Glaube fehlt. Dafür ließe ich mir dann ersatzweise schon ein paar weltliche Feiertage einfallen.
Das eigentliche Problem sind dabei die Religionen an sich. Kaum ein Krieg auf der Erde, der nicht im Namen einer Religion geführt wurde und wird. Andererseits würden die Religionen nicht bestehen und alle wären Atheisten, dann würden die weltlichen Gründe für Kriege nicht mehr hinter dem Glauben versteckt werden müssen. Aber irgendwie ist ja auch der weltliche Krieg gegen den Terror ein Religionskrieg. Ich kann es ja verstehen, daß man durch Erziehung irgendwann selbst an das gelebte Vorbild glaubt, doch allein die Angst vor der “Sinnlosigkeit” des Lebens kann ja kaum für solche Ersatzhandlungen wie der “Erfindung” eines Gottes genügen. Ist es wirklich so schwierig sich der Gotteslosigkeit der Welt bewußt zu werden?
Sicher baut unsere Kultur auf diesem christlichen Gottesglauben auf. Andere Kulturen haben eine andere Gottesbasis. Historisch gesehen, läßt sich also vieles erklären, was der Mensch gemacht hat, sei es Krieg oder Kunst. Aber für die Zukunft taugt keine Religion, kein Glaube mehr etwas.
Wie aber verhalte ich mich gegenüber permanent Gottgläubigen (welchen oder welcher Götter auch immer)? Habe ich Mitleid oder versuche ich sie von ihrem Fehlglauben zu überzeugen? Bringt wohl alles nichts. Ich denke, die Weltlichkeit des Lebens wird die Zahl der Gläubigen schrumpfen lassen wie die Sonne den Schnee. Aber ob ich das noch erlebe?

09. April 2008: Bald beginnen die Olympischen Spiele - schade nur, daß sie in China im Krieg gegen die Tibeter stattfinden werden. Dabei hätte alles so ruhig abgehen können. Die kommunistische Regierung hätte einfach warten müssen bis die Spiele vorbei sind und hätte die Tibeter erst danach zusammengeknüppelt. Nicht mal die Bildzeitung oder die Süddeutsche hätten dies dann auch nur erwähnt. So ungerecht ist die Medienwelt. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, etliche Redaktionen sind ganz froh, daß das im Tibet wieder mal geknallt hat. Das Thema hält die Medien schon mehr als 2 Wochen über Wasser. Das Thema wird deshalb auch ohne neue Infos heiß gehalten. Und dann gibt es ja auch bald was Sensationelles von der Olympiade selbst zu berichten, z.B. wenn denn Sportler protestieren. Die Siegerehrungen oder Wettbewerbe sind dann nur noch Füllmaterial. Andererseits kann ich die Sportler verstehen, die sich ihre erarbeiteten Medaillen abholen wollen. Deshalb stellen sich sicher auch die NOK der Welt gegen einen Boykott. Sie meinen Sport und Politik gehören nicht zusammen.
Ist das nun heuchlerisch oder bloß Dummheit? Die Spitzensportler bekommen doch eine Menge Geld für ihre Amateur-Leidenschaft - auch aus Steuermitteln. Beschlossen durch die Politik. Das heißt, wir bezahlen einige viele von ihnen. Und dann wollen die nichts mehr mit der Politik zu tun haben? Der Leistungssport ist schon eine grandios verlogenen Sache geworden (oder war er es schon immer?). Von mir aus sollte der gesamte Leistungssport sich um sich selber kümmern und nicht mehr aus  Steuermitteln am Leben gehalten werden. Diese stehen allein dem Breitensport zu.
Mit dem Festhalten an den Olympischen Spielen in Peking zerstört der Spitzensport seine Existenzberechtigung. Dann lieber ein deutlicher Boykott als Signal für den Sport.

17. März 2008: Der Kreis Parchim hat gewählt. Stimmt nicht, nur knapp 35 % der Wahlberechtigten haben gewählt. Das bedeutet, der Landrat Iredi hat für seine Wiederwahl nur knapp 20 % der Stimmen der Bürger des Landkreises erhalten. Und nun ist er ratlos warum so wenige zur Wahl gegangen sind. Dabei ist das gar nicht so schwer zu verstehen.
Es liegt einfach daran, daß kaum noch jemand Vertrauen in die Politiker hat. Eine CDU-Kandidatin, der ihre SED-Mitgliedschaft so peinlich ist, daß sie diese gar nicht nennen möchte (was keineswegs schlimm gewesen wäre). Ein SPD-Kandidat, der nur ein Thema kennt, den Parchimer Flugplatz - und dieses Thema nur noch mit viel Glück und Verständnis der Kreistagsabgeordneten überlebt, weil da auch die meisten keine Phantasie für neue Lösungsansätze aufbringen. Und einem “Die Linke”-Bewerber, der allein schon durch die Vorgeschichte seiner Partei chancenlos bleibt. FDP und Grüne waren offenbar die Geldausgaben für den Plakatwahlkampf zu schade, sie wären angesichts des allgemeinen Frusts sowieso ohne reale Aussichten gewesen.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, als wenn sich da mehr gegen die Politik(er) zusammenbraut. Hohe NPD-Wahlergebnisse werden so die Regel bleiben. Und ich kann für diesen Trend die etablierten Parteien nicht schuldfrei sprechen. Nehmen wir den Ministerpräsidenten Ringstorff (SPD), der den Gegnern seiner Steinkohle-Kraftwerk-Pläne droht. Womit eigentlich? Wie verknöchert muß es im Kopf eines Führungspolitikers zugehen, der nicht begreift, daß er sich gegen die Mehrheit “seiner” Bevölkerung stellt. Bleibt nun die Frage ob Ringstorff ein neues Volk braucht oder das Volk einen neuen MP. Nur hat die SPD so einen Neuen?

16. Februar 2008: Am Donnerstag hat wieder mal der Kreistag Parchim getagt und erneut stand das Thema “Flughafen Parchim” auf der Tagesordnung. Sicher hat der Kreis hier seine letzte Chance auf die Privatisierung dieser Immobilie. Das, nachdem schon zwei Versuche, den Flugplatz zu vermarkten, mit blauen Augen für den Landrat Iredi abgingen und auch ein gerüttelt Maß Glück dabei war, daß der Kreis überhaupt noch was zu sagen hat. Und nun zahlt Herr Pang (Kapitalist aus Rot-China) wie schon seine Vorgänger auch nicht. Und die SPD und CDU-Abgeordneten sitzen nun wie ein Kaninchen vor der Schlange und warten auf den Biß, beten förmlich, daß die 30 Millionen-Schlange zubeißt. Aber nichts, gar nichts.
Auch die Zahl der einst angekündigten Flieger aus China ist auch rückläufig. Aber wenn denn nun die chinesische Schlange nicht zubeißen will, dann sollte man sich wenigstens um Alternativen kümmern, die dann greifen, wenn sich der Investor verdrückt. Aber das zu tun, halten die Mehrheitspolitiker schon für Verrat am eigenen Glauben. Nix gelernt...

01. Februar 2008: Vorgestern war der 75. Jahrestag der sogenannten Machtergreifung Hitlers. Im Schweriner Landtag blieb bei einer Gedenkminute für die Opfer des Nationalsozialismus die NPD-Fraktion sitzen. Helle Aufregung bei den anderen Fraktionen. Entrüstung. Soweit das Theater.
Andererseits war das doch alles so zu erwarten gewesen. Nichts in der ganzen Inszenierung kam unerwartet. Vielleicht noch die Hilflosigkeit der Landtagspräsidentin, die so etwas doch vorher erwarten mußte. Aber auch ihre Hilflosigkeit ist Programm. Sicher wäre ich in der Gedenkminute auch aufgestanden, aber wie immer mit dem doofen Beigeschmack, daß ich das so reflektorisch schon zu DDR-Zeiten gemacht habe. Dieser gekünstelte, schablonenhafte Umgang mit der NS-Zeit ist mir einfach zuwider. Was sollen diese Gedenkminuten, Kranzniederlegungen denn bewirken? Wen erreichen sie von der Generation der Nachgeborenen überhaupt noch? Die “deutsche” Verantwortung für die damaligen Verbrechen kann doch heute nicht mehr kollektiv sein.
Es erscheint mir töricht, wenn jeder Versuch, sich den Jahren von 1933 bis 1945 historisch anders nähern zu wollen als es nach 1945 in Deutschland in der Scham der Überlebenden üblich war, gleich als Symptom für eine rechtsextreme Position des Suchenden angesehen wird. Diese permanenten Autoritätsbeweise (notfalls per Gesetz festgelegt) lassen in der Öffentlichkeit keine qualifizierte Diskussion zur Geschichte der Bundesrepublik zu und protegieren durch Mystifikation den Nationalsozialismus weiter. Unter dieser Voraussetzung wird auch jede scheinbare Auseinandersetzung mit der NPD zur Farce. Wer sich inhaltlich mit Rechtsextremismus auseinander setzen will, muß erst mal die eigenen, reflektorischen Scheuklappen ablegen - sonst bleibt es ein Provinztheater in dem dann auch eine Vizepräsidentin des Bundestages und der Zentralrat der Juden nur kurze Gastrollen auf dem Trittbrett haben.

13. Januar 2008: Das Jahr rennt einfach so los. Niemand hält es an. Das einzig Gute: Es wird schon wieder etwas früher hell. Nicht viel, aber doch merklich - das Ganze bei zeitweilig frühlingshaften Temperaturen. Kiebitze, Kraniche, Graugänse, Grauammern u. a. sind gar nicht erst weggezogen. Der Klimawandel läßt grüßen.
Ansonsten ist in der Politik alles beim Alten: Die Lokführer um Herrn Schell wollen streiken. Die Mehdorn-Bahn klagt beim Verfassungsgericht. MP Koch aus Hessen will noch rechtspopulistischer sein als Schäuble und dadurch Wahlen gewinnen. Nichts als Stimmungsmache und bald spricht keiner mehr drüber. Dabei verdeckt das Parteiengezänk das tatsächliche Problem. Es gibt unangenehm viel Jugendkriminalität und besonders bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund (behördendeutsche Bezeichnung für nichtdeutsche Bürger mit deutschen Paß...). Da kann man auf Koch rumhauen wie man will, das Problem wird dadurch nicht gelöst. Prävention wirkt erst langfristig und erreicht die eigentlich aggressiven Kinder und Jugendlichen kaum. Es wird wohl nichts weiter übrigbleiben, als daß die Zahl der Richter und Polizisten erhöht wird. Bei aller notwendigen Sparsamkeit. Andererseits bringen auch neue Richter keine Entlastung, wenn wie so oft für fürchterliche Gewaltverbrechen Bewährungsstrafen ausgesprochen werden.
Also bei allem Respekt von Herr Struck (SPD) in seinen Rüpeleien gegen die CDU-Spitzen, auch er tut nichts für die Lösung eines bisher totgeschwiegenen Problems. Aber auch ihn kenne ich nur als beratungsresistent

01. Januar 2008: Weihnachten und Neujahr sind vorbei. Prima, lebend überstanden! Und heute schneit es sogar. Es ist immer ein tolles Gefühl die alten Kalender gegen die neuen auszutauschen. Alles scheint völlig neu und man hat das Gefühl, als wenn einem die Sorgen des Vorjahres nichts mehr angehen. Mal sehen, wie lange dieser Zustand dieses Mal anhält.